Optionale Komponenten als Zusatzverkauf anbieten
Biete dem Kunden Extras wie Servicepakete, Versicherungen oder Garantieverlängerungen an, die er beim Unterschreiben dazunehmen kann, ohne den Grundpreis des Angebots aufzublähen.
Optionale Komponenten sind Zusatzpakete, die der Kunde beim Unterschreiben auswählt. Sie stehen unten auf der Unterschriftsseite als ankreuzbare Wahlmöglichkeiten. Wählt der Kunde eine aus, geht sie vor dem Unterschreiben in den Gesamtpreis ein. Tut er es nicht, bleibt der Grundpreis sauber.
Für wen dieser Artikel ist
Kundenbetreuer und Installateur-Admins, die Zusatzleistungen (Servicepakete, Garantien, Versicherungen) neben dem Kernangebot aus Photovoltaik, Batterie oder Wärmepumpe verkaufen und dem Kunden die Wahl lassen wollen, ohne das Geschäft an einer Überraschung beim Preisschild zu verlieren.
Bevor du startest
- Entscheide, welche Zusatzleistungen für dieses Angebot als optionale Pakete Sinn ergeben. Übliche Kategorien stehen unten.
- Sorge dafür, dass die Komponenten, die du bündeln willst, bereits in deiner Komponentenbibliothek liegen, oder sei bereit, sie direkt vor Ort zu ergänzen. Aus der Bibliothek zu arbeiten heißt, dass du dieselben Optionspakete über Angebote hinweg wiederverwendest.
- Entscheide, ob jede Option für sich steht oder in ein Paket gehört (ein Paket Option 1, ein Paket Option 2 und so weiter).
- Halte das Angebot im Status Entwurf, um den Satz an Optionen zu bearbeiten. Sobald du eine Unterschriftsanfrage verschickst, stehen die Optionen dieser Anfrage fest, und sobald der Kunde unterschreibt, sind die gewählten Optionen in der unterschriebenen Fassung fixiert.
Typische Beispiele
- Wartungs- und Serviceverträge — jährliche Inspektion, Modulreinigung, regelmäßiger Anlagencheck.
- Versicherungsprodukte — Policen gegen Feuer, Diebstahl oder Unwetterschäden, gebunden an die PV-Anlage.
- Garantieverlängerungen — über die Herstellergarantie hinaus, typischerweise 5 bis 10 Jahre zusätzlich auf Wechselrichter, Module oder die ganze Anlage.
- Handwerksleistungen als Zusatz — eine Schornsteinabdeckung, Dachrinnenreinigung, Dachbodendämmung. Arbeiten, die der Kunde vielleicht mit dabei haben will, die aber nicht zum PV-Einbau gehören.
- Monitoring-Upgrades — ein Premium-Dashboard, ein Display für zu Hause oder ein Mobilfunk-Gateway für die Fernüberwachung.
- Sprünge bei der Speicherkapazität — Upgrade von 10 kWh auf 15 kWh zum Festpreis. Kapazitätssprünge, die die Simulation verändern, sind als eigene Varianten sauberer. Siehe Wann du stattdessen eine Variante nimmst unten.
Optionspakete erstellen
- Öffne die Ansicht Planung des Angebots und scroll zu Optionale Komponenten.
- Klicke auf + Option hinzufügen, um ein Optionspaket zu erstellen.
- Ergänze die einzelnen Komponenten, aus denen die Option besteht. Wähle aus deiner Bibliothek oder ergänze eine eigene Position direkt vor Ort.
- Gib dem Paket einen klaren Namen, zum Beispiel Option 1 — Servicepaket, Option 2 — 10 Jahre Garantie, Option 3 — Vollversicherung.
- Wiederhole das für weitere Optionspakete nach Bedarf.
Die Pakete erscheinen jetzt in der Angebotsplanung. Sie wirken sich nicht auf die Grundsumme aus. Sie zählen nur dann zur Summe, wenn der Kunde sie auswählt.
Tipp
Bündel zusammengehörende Zusatzverkäufe in einem einzigen Paket (ein Servicepaket mit Wartung, Einsätzen und Garantie in einer Option). Der Kunde liest es als eine Entscheidung statt als drei. Drei Pakete mit je einem Artikel sind drei kleine Entscheidungen; ein Paket mit drei Artikeln ist ein leichteres Ja.
Wie der Kunde die Optionen sieht
Digitales Angebot (Unterschriftslink)
Im digitalen Angebot, das der Kunde über den Unterschriftslink öffnet, erscheinen die Optionspakete unten auf der Unterschriftsseite als Kontrollkästchen:
- Jede Option zeigt den Paketnamen und den Preis.
- Der Kunde hakt die Kästchen für die Optionen an, die er will.
- Die Summe der Seite aktualisiert sich live, während er ankreuzt.
- Wenn der Kunde unterschreibt, sind die gewählten Optionen Teil des unterschriebenen Angebots.
Der Kunde muss nie fragen „was kostet das?" — der Preis steht neben dem Kontrollkästchen.
Papier- bzw. PDF-Angebot (analoge Unterschrift)
In der gedruckten PDF erscheinen die Optionspakete als ankreuzbare Positionen unter der Stückliste. Der Kunde kreuzt auf Papier an. Wenn du das unterschriebene Dokument hochlädst (siehe Im Namen des Kunden unterschreiben):
- Öffne den Reiter Fertigstellen > Unterschrift des Angebots und wähle in der Zeile der ausstehenden Unterschrift Analog unterschriebenes Dokument hochladen.
- Wähle die Variante, die der Kunde unterschrieben hat (vorausgewählt, wenn es nur eine gibt).
- Lade die unterschriebene PDF hoch und trag das Datum ein, an dem der Kunde tatsächlich unterschrieben hat (es darf nicht mehr als einen Tag in der Zukunft liegen).
- Hake die optionalen Komponenten an, die der Kunde auf Papier gewählt hat. Dieser Schritt erscheint nur, wenn die gewählte Variante Optionspakete hat.
- Speichere.
Reonic hält die gewählten Optionen zur analogen Unterschrift fest, und die Summe im System stimmt mit dem überein, was der Kunde unterschrieben hat. Eine analoge Unterschrift bringt das Angebot genauso voran wie eine digitale.
Preise innerhalb eines Optionspakets
Jede Komponente in einem Optionspaket trägt ihren eigenen Preis. Die Summe der Option ist die Summe ihrer Komponenten. Anpassen kannst du:
- Preis je Komponente — direkt am Optionspaket gesetzt.
- Preisaktualisierung aus der Bibliothek — Aktualisieren über den orangen Pfeil setzt die Preise optionaler Komponenten auf den aktuellen Bibliothekspreis, genauso wie im Rest des Angebots.
Ein Optionspaket trägt keinen eigenen Rabatt. Es hält Positionen, einen Namen, eine Beschreibung und eine Reihenfolge. Um eine Option zu rabattieren, passt du die Preise je Komponente an oder wendest am Angebot einen Rabatt auf Options- oder Dokumentebene an.
Für die kundenseitige Summe wird der Preis der Option zur unterschriebenen Summe addiert, wenn er sie auswählt. Was er sieht, ist, was er zahlt.
Hinweis
Rabatte stehen in einer eigenen Zeile, nicht versteckt im Preis. Auf der kundenseitigen Seite Komponentenübersicht zeigt jede Komponente ihren Listenpreis. Jeder globale oder positionsbezogene Rabatt, den du anwendest, erscheint darunter separat in einer eigenen Rabattzeile, sodass der Kunde „Komponente X — Y €, … Rabatt: –R €, Gesamt: N €" liest statt einer stillschweigend rabattierten Zeile. Prüf vor dem Verschicken, wie es dargestellt wird (siehe Preise und Rabatte konfigurieren).
Mehrere Optionen — den Kunden genau eine wählen lassen
Wenn der Kunde genau eine aus einem Satz von Optionen wählen soll (etwa eine Servicestufe Basic, Standard oder Premium), denk daran, dass jede Option ein eigenständiges Kontrollkästchen ist. Der Kunde kann mehr als eine ankreuzen — Basic und Premium zusammen, zum Beispiel.
Um zu einer einzigen Wahl zu lenken:
- Sag es dem Kunden direkt im Anschreiben: „Wähle eine Servicestufe."
- Nimm stattdessen Variantenpreise. Ist die Wahl grundlegend (sie prägt den Einbauumfang, nicht nur den Preis), erstelle eigene Varianten — Variante A: Standard, Variante B: Premium — und lass den Kunden eine Variante wählen. Siehe Mehrere Varianten planen in einem Angebot.
- Bündel die Wahlmöglichkeiten in je ein Paket. Drei Pakete, drei Kontrollkästchen und eine Benennung, die die Eins-aus-drei-Absicht deutlich macht: Servicepaket A — Basic, Servicepaket B — Standard, Servicepaket C — Premium.
Das ist eine Planungsentscheidung, die du über die Benennung steuerst, keine harte Einschränkung auf der Unterschriftsseite.
Wann du stattdessen eine Variante nimmst
Optionale Komponenten sind für Zusatzverkäufe, die den Kerneinbau nicht verändern. Geht die Wahl zwischen zwei Einbauten (5 kWp Photovoltaik gegenüber 10 kWp, oder mit Wärmepumpe gegenüber ohne), ist das eine Variante, keine Option. Varianten bekommen die volle Simulation, Optionen nicht.
Als Faustregel:
- Wirkung auf die Simulation? Nimm eine Variante.
- Nur auf der Kostenseite, Kunde wählt beim Unterschreiben? Nimm eine optionale Komponente.
Siehe Mehrere Varianten planen in einem Angebot für den Weg über Varianten.
Gut zu wissen
- Optionen fließen nie in die Simulation ein. Sie liegen nur auf der Kostenseite — kein Ertrag, keine Wirkung auf die Amortisation. Selbst wenn ein Kunde eine Option mit technischen Daten wählt (etwa einen zusätzlichen Wechselrichter), bildet die Simulation sie nicht ab. Damit die Simulation das Upgrade abbildet, nimm eine Variante.
- Der Kunde sieht den Preis von vornherein. Reonic zeigt den Preis jeder Option neben dem Kontrollkästchen, es gibt beim Unterschreiben also keine Überraschungen.
- Optionen werden nach der Auswahl zu normalen Positionen. Nachdem der Kunde eine Option angehakt hat, taucht sie wie jede andere Komponente in der Stückliste auf. Einmal unterschrieben, gibt es keine sichtbare Unterscheidung mehr — für den PDF-Leser des Kunden ist die gewählte Option einfach eine weitere Zeile.
- Der Bereich Optionale Komponenten lässt sich nur an einem Angebot im Entwurf bearbeiten. Sieht der Bereich ausgegraut aus, ist das Angebot wahrscheinlich fertiggestellt oder unterschrieben. Öffne es wieder als Entwurf oder fork es in eine neue Variante, um zu bearbeiten.
- Ergänze so viele Optionspakete, wie du brauchst. Drei oder vier sind der optimale Bereich — mehr überfordert die Unterschriftsseite.
- Ein leerer Satz an Optionen blendet den Bereich aus. Konfigurierst du keine optionalen Komponenten, zeigt die Unterschriftsseite keinen leeren Optionsblock. Das hält die Angebotsoberfläche für Kunden ohne Zusatzverkaufsoptionen sauber.
- Die Preise je Komponente rollen zum Paket hoch. Der Kunde sieht den Paketpreis (die Summe der Komponenten), nicht die einzelnen Komponentenpreise. Um die Details je Position zu zeigen, führ jede Komponente in ihrem eigenen Ein-Artikel-Paket.
- Ein Paket kann eine einzelne Komponente enthalten. Ein Ein-Artikel-Paket wird voll unterstützt und ist oft die sauberste Darstellung: Der Paketname trägt die Marketing-Bezeichnung, die einzelne Komponente trägt den Preis.
- Optionale Komponenten funktionieren bei jedem Angebot. Sie erscheinen, wann immer sie vorhanden sind, unabhängig davon, ob Photovoltaik, Batterie oder Wärmepumpe konfiguriert sind — auch ein reines Wallbox- oder Handwerksangebot kann also Zusatzverkaufsoptionen tragen.
- Eine Option nach der Unterschrift zu ergänzen heißt: neue Variante oder eigener Verkauf. Die unterschriebene Fassung steht fest. Um ein späteres „ich will jetzt doch das Servicepaket" abzubilden, fork in eine neue Variante mit vorausgewählter Option und lass den Kunden sie unterschreiben, oder ergänze das Servicepaket als eigenes Angebot oder eigene Rechnung, sobald die Installation fertig ist.
- Optionen sind beim Verschicken und bei der Unterschrift fixiert. Das Verschicken des Angebots zur Unterschrift fixiert den Satz an Optionen dieser Anfrage; die Unterschrift fixiert dann, welche der Kunde gewählt hat, in der unterschriebenen Fassung. Um die Optionen danach zu ändern, zieh die ausstehende Anfrage zurück (erlaubt, solange sie noch aussteht) und schick sie erneut, oder fork in eine neue Variante.
Hinweis
Jeder Unterschriftslink trägt seinen eigenen Satz an Optionen, so wie er beim Verschicken stand. Verschickst du einen Link für dasselbe Angebot erneut, zieh den früheren zurück, damit nur die aktuelle Fassung zur Unterschrift vorliegt. Siehe Das Angebot zur Unterschrift senden dazu, wie du ausstehende Links verwaltest.
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